Sponsorenvorstellung
Neue Reihe zur Sponsorenvorstellung (Teil 31): 30 Minuten mit …Carsten Zimmermann (Leiter Marketing) im Gespräch mit Dr. Peter Küpperfahrenberg und Stefan Windscheif von Linten & Partner Rechtsanwälte mbB
Frage 1: Seit wann seid Ihr mit der Kanzlei Linten & Partner Rechtsanwälte mbB Top-Sponsor beim ETB Schwarz-Weiß, Abteilung Fußball e.V. (ETB)?
Antwort: Wir gehen jetzt in die 3. Saison mit dem Sponsoring, sind als Top-Sponsor dabei und freuen uns einfach, Teil der ETB-Familie zu sein.
Frage 2: Und warum seid Ihr gerade auch beim ETB Sponsor geworden ?
Antwort Peter: Das ist eine Mischung. Zum einen denke ich und denken wir alle, dass es sinnvoll ist, einen Sportverein zu unterstützen. Die allermeisten hier bei uns sind sport- und fußballinteressiert. Stefan zum Beispiel ist ehemaliger Leistungssportler und darüber sportinteressiert. Konkret zum ETB besteht die Verbindung hauptsächlich über mich. Ich habe zwei Jahre selbst in der Jugend bei ETB Schwarz-Weiß Essen gespielt, ich war als Kind mit meinem Vater bei Heim- und Auswärtsspielen in der Oberliga – als die Oberliga noch die 3. Liga war – und bin mit dem ETB groß geworden. Mein Vater war in den 70er Jahren 2. Vorsitzender und Stadionsprecher beim ETB. Und so eine allgemeine Abneigung gegen Rot-Weiß Essen Essen verbindet uns auch.
Frage 3: Wie sind denn Deine bisherigen Erfahrungen als Sponsor beim ETB ?
Antwort Peter: Die Resonanz bei allen Beteiligten ist durchweg positiv. Bei allen Veranstaltungen, bei denen wir bisher waren, hatten wir einen ausgesprochen guten Eindruck. Sowohl von der Anzahl der Sponsoren und Gästen, die man trifft, als auch von der Qualität der Betriebe, die sich dort engagieren. Das ist ein bunter Mix, der dann letztlich auch so ein bisschen unsere Mandantschaft widerspiegelt, die auch vom Verbraucher bis zum mittelständischen Unternehmen gebildet wird. Das ist genau die bürgerliche Mitte, in der wir uns auch mit unserer Kanzlei und unserer Arbeit bewegen. Von daher ist, sowohl was die Eventsangeht, wo immer etwas geboten wird, wo der Verein ja auch versucht, immer Highlights zu machen (z.B. Markus Krebs oder Dr. Welling vom VfL Osnabrück) und wo man den Abend genießen kann, aber dann auch einen Businessbezug hat. Und das ist nach meinem Empfinden sehr gelungen.
Stefan: Was wir bisher gemerkt haben ist, dass es eine gute Sponsorengemeinschaft gibt. Und es macht echt Spaß zu den Events und zu den Spielen zu gehen. Ich war auf dem Sponsorentreffen damals im Möbelhaus Rehmann und da hat mir gefallen, dass man immer ein bisschen was zum Mitmachen hatte, wie z.B. beim Tischtennis oder beim Speed-Dating. Und jetzt vor kurzem konnte ich an dem von Dir organisierten Golfevent im Golfclub Heidhausen teilnehmen. Man merkt, dass es professionell gemacht und dass da eine Idee und ein Konzept hinter ist. Dass man mit den anderen Leuten gut ins Gespräch kommen kann. Und dass es auch mal – wie jetzt bei dem Golfevent –eine kleinere Runde war, fand ich klasse.
Frage 4: Gibt es denn noch irgendetwas, was Ich Euch als Sponsor von dem Verein wünscht?
Antwort Peter: Also mir fällt da spontan wenig ein. Ich denke, dass der Verein schon sehr, sehr bemüht ist, diese Plattform zur Verfügung zu stellen und diese Bühne zu bieten. Und dann liegt es ja an einem selbst, da etwas daraus zu machen und diese Bühne zu bespielen und die Möglichkeiten zu nutzen, die der Verein einem bietet. Auch was unser „Starter-Kit“ als Sponsor anbelangt, lief alles unproblematisch. Wir bekamen direkt die entsprechenden Kontakte an die Hand was die Banden- und Banneranfertigung etc. anging und alles wurde erstellt und montiert, ohne dass wir selbst großen Aufwand hatten.
Stefan: So wie Peter sagt. Ich bin in vielen Sportvereinen – hauptsächlich Volleyball – Mitglied und so gut habe ich das eigentlich noch nicht erlebt, dass es so gelebt wird.
Frage 5: Könnt Ihr bitte nochmal Eure Kanzlei und Euch selbst als Person vorstellen ?
Antwort Peter: Die Kanzlei Linten & Partner Rechtsanwälte mbB gibt es seit mehr als 70 Jahren hier in Essen-Rüttenscheid. Wir sind im Moment 10 Berufsträger – davon ist einer auch Notar – und werden in Kürze auf 12 aufstocken. Wir sind eine mittelständische Rechtsanwaltskanzlei, arbeiten somit vom Verbraucher als Mandanten bis zum mittelständischen Unternehmen, die wir in regelmäßiger Beratung haben in verschiedenen Rechtsgebieten. Von klassischen Rechtsgebieten wir Verkehrsunfallrecht, Bußgeldrecht, Arbeitsrecht, Familienrecht, Baurecht, Versicherungsrecht. Ich selbst mache auch viele erbrechtliche Sachen. Jeder einzelne Berufsträger hier hat Expertise in verschiedenen Bereichen, so dass wir unseren Mandanten eine spezialisierte Beratung bieten. Rein steuerrechtliche bzw. steuerberatende Tätigkeit machen wir zwar nicht selbst. Soweit jemand von uns zu diesen Themen Berührung hat – bei mir z.B. erbschaftsteuerrechtliche Fragen – empfehlen wir aber gerne entsprechend qualifizierte externe steuerberatende Kanzleien, soweit der Mandant nicht über eigene Steuerberater verfügt. Feste Kooperationen bestehen allerdings nicht. Seit ca. 1,5 Jahren ist die Frage der Eroberung des Rechtsmarktes durch KI ein großes Thema. Das ist auch bei den Gerichten ein großes Problem, weil die Leute Klagen einreichen, die sie sich selbst mit Chat GPT o.ä. haben zu rechtschreiben lassen. Die Gerichte bekommen zum Teil 50seitige Schriftsätze, die man auf 4 Seiten zusammenfassen könnte. Da ist man natürlich daran
zu schauen, wie ordnet man diese Hilfe durch KI ein und wie hilft die einem. Ich glaube, dass wir da auf einem sehr guten Weg sind, indem wir ein juristisches KI-Programm haben und intensiv nutzen. Und ich bin auch der Auffassung, dass – wenn man vernünftige Beratung machen will – man das ohne KI kaum noch machen sollte. Man sollte sich schon der Waffen bedienen, die einem legaler Weise an die Hand gegeben werden. Mit den früheren klassischen Recherchemethoden – wie juristische Bibliothek - kommt man heute nicht mehr weiter. In den alten Kanzleiräumen hatten wir auch eine Bibliothek mit u.a. 3 BGB-Kommentaren und hat dann da gesessen und Bücher verglichen. Heute nutzt man juristische Online-Recherchedienste wie Beck-online und Juris und seit 2 Jahren nutzen wir die juristische KI-Software Libra. Meiner Meinung nach muss man das nutzen, um den Leuten das auch anbieten zu können. Die KI kann schneller eine Akte durchlesen als ich das kann. Ich bin jetzt seit 22 Jahren hier Rechtsanwalt. Mein Vater war hier schon 40 Jahre lang Rechtsanwalt. Es ist also hier auch so eine Familientradition. Der Enkelsohn des Gründers Alfred Linten, Florian Linten, ist hier auch seit über 20 Jahren Rechtsanwalt und sowohl dessen Vater wie auch dessen Onkel waren hier Rechtsanwälte. Von Christian Schäfer der Vater war hier 40 Jahre lang Rechtsanwalt. Also es ist ein bisschen auch wie ein Familienunternehmen was auch dazu führt, dass man über eine bloße loyale Verbundenheit zum Betrieb hinaus viel Herzblut drin hat. Das versuchen wir nicht nur dem Betrieb gegenüber zu zeigen, sondern so versuchen wir auch unsere Mandanten zu vertreten. Zu mir persönlich: Ich bin in Essen geboren, großgeworden und dort auch Abitur gemacht. Studiert habe ich in Münster, bin danach nach Essen zurückgekommen und habe mein Referendariat gemacht mit einer fünfmonatigen Auslandsstation in Budapest. Und auch meine Frau kommt aus Essen. Mein großes Herzhängt am Fußball, da auch am Amateurfußball. Ich habe in meiner Jugend 2 Jahre bei Schwarz-Weißgespielt und war 14 Jahre lang Vorsitzender bei meinem Heimatverein Heisinger SV. Daher weiß ich, wie Vereinsarbeit funktioniert und wie hart und handfest das manchmal ist. Und dass man immer Kompromisse schließen und gucken muss, dass man mit dem Geld auskommt. Ich kenne die ganzen Sorgen, die man da hat und dass das, was Spieler von den Vereinen verlangen manchmal etwas ist, was man nicht bieten kann. Und darüber und meine persönliche Historie ist dann auch die Verbundenheit zu Schwarz-Weiß entstanden. Ansonsten mag ich Ski fahren und Punkrock, v.a. Gruppen wie NOFX, Youth of Today oder Slapshot. Das würde man wahrscheinlich bei mir direkt vermuten. Aber wo die Liebe in der Jugend so hinfällt da bleibt man dann dabei. Ich gehe immer noch auf die gleichen Konzerte wie vor 30Jahren.
Stefan: Wir haben in den letzten drei Jahren die komplette Kanzlei – bis auf ein paar Restakten - auf einen papierlosen Ablauf umgestellt. Und wir sind sehr bemüht, alles auch digital zu halten, wie z.B. mit digitaler Gesprächsdokumentation und dem Einsatz eines speziell auf Kanzleien zugeschnitten KI-Tools namens Libra und versuchen so, nicht nur modern zu bleiben sondern vorweg zu gehen, um unseren Mandanten eine gute Beratung bieten zu können. Ich bin jetzt hier im fünften Jahr als Rechtsanwalt tätig und war vorher Profi-Beachvolleyballspieler. Ich war auch in der Nationalmannschaft und habe auf der Weltserie gespielt, so dass ich ständig unterwegs war und sich das Jurastudium eher in den Wintersemestern abgespielt hat, während die Tour Pause gemacht hat. So habe ich viel von der Welt gesehen und konnte viele Eindrücke von Menschen und Kulturen gewinnen, sie mir heute noch bei meiner Arbeit helfen.
Ich komme gebürtig aus Iserlohn. In meiner Freizeit spiele ich noch Hallenvolleyball und habe früher hier in Essen in der 2. Bundesliga bei VV Human Essen gespielt. Wenn ich jetzt noch Zeit finde, dann gehe gerne Jagen in Iserlohn. Ich bin verheiratet und wir haben ein Kind.
Frage 6: Unsere 1. Mannschaft hat ja mittlerweile die ersten Spiele in der neuen Saison 2026/2027 und im Pokalabsolviert. Was sagt Ihr denn zum bisherigen sportlichen Verlauf der neuen Saison und wo seht Ihr unserTeam - nach dem durchwachsenen 10. Tabellenplatz in der letzten Saison - am Saisonende?
Antwort Peter: Es ist zwar noch früh, aber der Saisonstart war natürlich Mist. Das war anders, als der Verein, die Mannschaft und die Sponsoren sich vorgestellt haben und wie ich es mir als Fan vorgestellt habe. Es hat ja auch schon wieder einen Umbruch gegeben. Es ist sicherlich schwierig, eine Mannschaftzusammenzuhalten. Ich bin da jetzt auch nicht in den Einzelheiten drin, aber ich kann aus meiner Erfahrung bei einem Bezirksligisten vorstellen, wie schwierig es ist, so eine Mannschaft zusammenzuhalten. Dass die Leute, die mit dem Ball umgehen können, das Gras woanders grüner sehen, die wechseln halt. Der Weg ist– glaube ich – der richtige, dass man versucht, Spieler zu finden, die eine gewisse Vereinsidentifikation haben. Aber das sagen und wollen natürlich alle Fußballvereine: idealerweise Mannschaften, die ausschließlich aus Spielern bestehen, die einen erfrischenden Fußball spielen, die nicht aufgeben wenn es mal schlecht läuft, die eine hohe Identifikation mit dem Verein haben und am besten jahrelang in der eigenen Jugend gespielt haben. Es wird ja von der Kreisliga C bis zur Bundesliga keinen Verein geben, der sagt, wir starten mit einer überalterten Mannschaft von überbezahlten Söldnern und versuchen, jedes Spiel 0:0 zu mauern. Das Gute an dem Saisonstart ist, dass Luft nach oben ist. Ich glaube, wenn es am Ende einstellig wird, dann kann man sagen, dass es eine doch ganz solide Saison war. Dafür muss aber jetzt ein sportlicher Umschwung her. Dass man sich vom Trainer und sportlichen Leiter getrennt hat, steht uns überhaupt nicht zur Bewertung zu.
Frage 7: Möchtet Ihr abschließend noch etwas sagen?
Antwort: Wir würden uns wahnsinnig freuen, wenn es doch noch eine erfolgreiche Saison wird und die Spiele einen Ticken ansehnlicher werden als zum Ende der letzten und Beginn der jetzigen Saison. Vielen Dank für das Gespräch und deine Zeit
