In losen Abständen möchten wir Euch unsere Unterstützer näher vorstellen. In der heutigen Folge lernt Ihr Peter Truss und sein Unternehmen näher kennen.

Carsten Zimmermann im Gespräch mit Peter Truss von der PT Consulting & Auditing:

Frage 1: Peter, seit wann bist Du mit Deinem Unternehmen Sponsor beim ETB Schwarz-Weiß Essen?

Peter Truss: Seit dieser Saison, genauer gesagt seit Sommer 2023. Also noch sehr frisch dabei.

Frage 2: Und warum bist Du gerade beim ETB Sponsor geworden?

Peter Truss: Das ist eine lange Geschichte. Also, in jungen Jahren war ich hier im Verein Torwart. Von 1975 bis 1979 habe ich beim ETB in der B1 und A1 gespielt. Davor war ich beim ASV Werden, und wir hatten dann gegen die B-Jugend von Schwarz-Weiß Essen ein Meisterschaftsspiel. Der Herr Gottlieb war dort Trainer und ich muss wahrscheinlich einen guten Eindruck hinterlassen haben. Auf jeden Fall hat er mich dann zum Probetraining bei den Schwarz-Weißen eingeladen und der damalige Torwarttrainer – der Herr Jeppel – hat mich trainiert und beobachtet, und dann hat man gesagt: Du bleibst hier. Dann war ich fast vier Jahre beim ETB Schwarz-Weiß tätig und habe eine ganz tolle Zeit hier am Uhlenkrug erlebt. Wir, die Spieler und ich, hatten in dieser Zeit viel Spaß. In der A-Jugend war „Pommes“ Leufgen mein Trainer und der hat ja auch in Werden gewohnt. Das Ganze ist dann nie in Vergessenheit geraten und der springende Punkt war dann Günther „Obi“ Oberholz, mit dem ich schon länger in Kontakt stand. Erst war er ja bei Kray und ist dann hier bei Schwarz-Weiß ins Marketing eingetreten. Das habe ich beobachtet und dann kam mir die Idee, da kann man ja auch mal Sponsor werden. Nicht Sponsor, weil ich mir Aufträge erhoffe, sondern ich möchte dem ETB etwas zurückgeben, was dieser Verein mir in meiner Jugend gegeben hat. Das ist der Hauptgrund. Und ich hoffe, dass ich einen kleinen Teil dazu beitragen kann, dass der Verein investieren kann. Ich beobachte das alles sehr genau und könnte mir vielleicht später auch mal vorstellen etwas aktiver zu werden. Nicht aktiver im Sponsoring, sondern im konzeptionellen oder Managementbereich, um dem ETB vielleicht auch mal neue Impulse zu geben und meine beruflichen Erfahrungen hier im Verein einzubringen. Wie gesagt, ich beobachte erstmal, wie sich das hier so entwickelt und dann schauen wir mal weiter.

Frage 3: Wie sind denn Deine bisherigen Erfahrungen als Sponsor beim ETB?

Peter Truss: Das ist noch zu frisch. Ich war aber schon ein paarmal diese Saison hier und habe mir Spiele angeschaut. Das war das erste Spiel gegen SV Straelen und noch andere Partien. Jetzt ist leider die Winterzeit und beruflich bedingt habe ich momentan auch nicht immer so viel Zeit zum Uhlenkrug zu kommen. Ich verfolge das dann immer auf Facebook und beim Reviersport. So bleibe ich auf dem Laufenden. Ich könnte mir auch vorstellen, mich zum Beispiel dem ETB-Wirtschaftsbeirat anzuschließen.

Frage 4: Gibt es denn noch etwas, was Du Dir als Sponsor noch von Seiten des Vereins wünscht?

Peter Truss: Nein, denn man muss immer die Gegebenheiten sehen. Das ist ja 5. Liga und es ist nicht Bayer Leverkusen oder Borussia Dortmund. Also ich finde, dass man das schon ganz gut aufgebaut hat. Dass man diese Sponsorentafel hat, dass man die Werbung hat und dass man auch dieses Interview jetzt führt, das finde ich prima. Dass man auch mal zusammenkommt, dass man sich mal kennenlernt, ohne mit dem Hintergedanken, dass ich da einen Auftrag bekomme. Das ist nicht immer alles. Dass man seinen Horizont erweitern kann, das finde ich viel wichtiger. Aber das ist beim ETB alles gut. Man kann natürlich keinen VIP-Raum bauen wie bei Rot-Weiss Essen, das ist halt so. Aber ich könnte mir vorstellen, dass ich irgendwann im Verein aktiv mithelfen werde, damit die Schwarz-Weißen auch wirklich die Nummer Zwei in Essen bleiben. Ich glaube Nummer Eins in Essen zu werden, das schafft man nicht, weil halt das Fan-Potential fehlt. Das muss man ehrlicherweise so sagen. Aber man hat ja auch gute Sponsoren dabei, wie zum Beispiel die Stadtwerke Essen oder die Firma Döbbe und andere auch. Wenn man mal so an die Tafel guckt, finde ich gut, dass man das erreicht hat. Das reflektiert eine gute Arbeit der Marketing-Abteilung beim ETB.

Frage 5: Kannst Du bitte Dein Unternehmen und Dich als Person vorstellen?

Peter Truss: Ja, zu meiner Person: Ich bin Diplom-Informatiker und Freiberufler. Mein Unternehmen ist eine Ein-Personen-Gesellschaft und ich habe drei Standbeine: Das ist einmal als IT-Projektmanager, als IT-Prüfer und als Dozent. Schwerpunktmäßig in der IT, bin ich in der SAP-Welt tätig, aber auch in anderen IT-Anwendungssystemen. Bei der IT-Prüfung arbeite ich für die großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften wie PwC und Ernst & Young. Projektmanagement mache ich auch für große DAX-Konzerne, aber auch für den Mittelstand. Zurzeit bin ich für eine deutsche Maschinenbaugesellschaft – die haben einem Standort in Darmstadt und eine Tochtergesellschaft in Prag – in Prag als Projekt Manager im SAP-Bereich tätig und voraussichtlich werde ich bald für eine Telekommunikationsgesellschaft eine IT-Prüfung machen.

Zu mir als Person etwas zu sagen, ist immer schwierig. Ich kann ja nicht einfach sagen, dass ich ein toller Typ bin. Ich bin gebürtiger Essener, bin verheiratet, habe eine Stieftochter und ein Enkelkind, und bin eigentlich sehr zufrieden. Mich verbindet eine Liebe mit dem Fußball. Mein Herzensverein ist natürlich Rot-Weiss Essen. Da bin ich als kleiner Knirps immer hingerannt und es hat mich nie mehr losgelassen. Ich habe alle Höhen und Tiefen miterlebt. Als ich bei Schwarz-Weiß gespielt habe, war das eine Bombenzeit, eine wirklich gute Zeit. Die waren in der 2. Liga und auf dem Sprung in die erste Bundesliga. Ich habe auch einmal mittrainieren dürfen bei Uwe Reinders, Thomas Hörster und „Pommes“ Leufgen. Hans Wulf war auch mein Torwarttrainer. Die Mannschaft ist dann auseinandergebrochen, weil der Herr Schmitz – der damalige Präsident und Sponsor – aufgrund seiner Scheidung nicht mehr den Verein finanzieren konnte. Und dann ist leider alles zusammengebrochen.

Frage 6: Unsere Oberligamannschaft überwintert auf Platz neun in der Tabelle. Was sagst Du zu dem bisherigen sportlichen Verlauf der Saison und wo siehst Du unser Team am Saisonende?

Peter Truss: Das, was ich gesehen habe, war durchwachsen. Das ist aber nicht weiter schlimm. Ich habe gesehen, dass es eine junge Mannschaft ist, die erstmal wieder zusammenwachsen muss. Meine Meinung ist, dass man nicht gleichzeitig zwei Stürmer verkaufen kann, die zusammen 50 Tore geschossen haben. Als Vergleich kann ich dazu sagen, dass Mitte der 70er Jahre – als bei Rot-Weiss Essen Manfred Burgsmüller und Ente Lippens die Tore geschossen haben – man beide zur gleichen Zeit verkauft hat und dann war der Abstieg besiegelt. Da sehe ich eine gewisse Parallele, wobei ich nicht glaube, dass unsere 1. Mannschaft absteigt. Ich glaube, dass der junge Trainer weiß, was er zu tun hat und ich glaube, dass man zusehen sollte, dass man einen einstelligen Tabellenplatz erreichen wird. Man kann sich dann hoffentlich mit zwei guten Spielern verstärken und könnte in der nächsten Saison vielleicht oben anklopfen. Aber diese Saison glaube ich nicht mehr daran.

Frage 7: Möchtest Du abschließend noch etwas sagen?

Peter Truss: Ich finde das sehr gut, dass hier etwas Neues geschaffen wird und dass man die Jugendmannschaften wieder zum Uhlenkrug holt, die ja jetzt am Krausen Bäumchen sind. Da haben wir damals mit der Kreisauswahl trainiert. Ich finde es gut, dass es wieder so wie früher wird. Dass endlich der Junioren- und Seniorenbereich wieder zusammenwachsen. Und die Gaststätte finde ich sehr gut, die es damals noch nicht gab. Wir hatten damals nur da ganz hinten so ein Büdchen. Da war noch der Lutz Weber Platzwart und der Jürgen Weber – sein Sohn – war Schiedsrichter. Und ich sehe auch, dass hier eine gute Jugendarbeit gemacht wird. Dafür ist Schwarz-Weiß Essen immer bekannt gewesen. Es gab mal so ein Loch – ich weiß aber auch nicht, warum, weshalb und wieso. Aber wenn ich an früher denke und mit dem, vergleiche, was ich jetzt sehe, dann sehe ich schon Parallelen. Vielleicht ist es bald so, dass wieder das ein oder andere große Talent daraus hervorgeht. Schauen wir mal.

Vielen Dank für das Gespräch und Deine Zeit, Peter!

Bildunterschrift: Peter Truss (links), Carsten Zimmermann.

Präsentiert von PT Consulting & Auditing