In losen Abständen möchten wir Euch unsere Unterstützer näher vorstellen. Heute erfahrt Ihr Interessantes über unseren langjährigen Partner, die Stadtwerke Essen AG!

Carsten Zimmermann im Gespräch mit Lars Martin Klieve, Vorstand der Stadtwerke Essen AG.

Frage 1: Herr Klieve, seit wann sind Sie mit Ihrem Unternehmen Sponsor beim ETB Schwarz-Weiß Essen?

Lars Martin Klieve: Unsere Aufzeichnungen, die wir dazu eingesehen haben, reichen bis an den Anfang des Jahrtausends zurück. Aber auch davor waren  es wohl schon einige Jahre der Zusammenarbeit. Zwischenzeitlich mussten wir aufgrund unterschiedlicher Hintergründe mal aussetzen. Aber eigentlich sind wir Partner der ersten Stunde. Solange wir uns also mit dem Thema Sportsponsoring befassen, ist der ETB auch eine feste Größe bei uns.

Frage 2: Und warum sind Sie gerade auch beim ETB Sponsor geworden?

Lars Martin Klieve: Das liegt eigentlich auf der Hand. Der ETB ist nicht irgendwer in Essen. Er ist ein traditionsreicher und erfolgreicher Verein, der genauso wie wir – und das verbindet uns – seine Wurzeln schon sehr lange in Essen hat. Die Stadtwerke Essen gibt es bereits seit über 150 Jahren und insofern liegt es nahe, dass wir mit anderen festen Größen in dieser Stadt zusammenarbeiten und uns gegenseitig stärken wollen. Da ist der ETB für uns eine feste Anspielstation.

Frage 3: Wie sind denn Ihre bisherigen Erfahrungen als Sponsor beim ETB?

Lars Martin Klieve: Tatsächlich läuft die Zusammenarbeit absolut reibungslos in all den Jahren. Wir können über die Zusammenarbeit nur das Beste sagen, denn der ETB ist ein sehr verlässlicher Partner. Der ETB hat zuletzt – man hat ja auch schwierige und turbulente Zeiten hinter sich gebracht – an Professionalität nochmal dazugewonnen. Er hat sich mit starken Leuten neu aufgestellt, so beispielsweise auch im Ehrenamt. Das finden wir natürlich in besonderer Weise förderungswürdig. Ich bin auch sehr zuversichtlich, dass es mit dem ETB weiter nach oben geht. Denn die Grundlage für Erfolg ist, dass man gute Leute hat. Und da hat der ETB in der Substanz nochmal hinzugewonnen.

Frage 4: Gibt es denn noch etwas, was Sie sich als Sponsor von Seiten des Vereins wünschen?

Lars Martin Klieve: Einen Aufstieg vielleicht. Also eher etwas im sportlichen Bereich.

Frage 5: Können Sie bitte Ihr Unternehmen und sich als Person vorstellen?

Lars Martin Klieve: Fangen wir mit dem Wichtigen an, also dem Unternehmen. Die Stadtwerke Essen sind seit über 150 Jahren Gasversorger und damit im Wärmemarkt in Essen klar die Nummer eins. Allerdings mit Erdgas, und wir wissen, dass Erdgas CO2 emittiert. Damit sind wir zwar seit 150 Jahren Gasversorger, aber in etwa 20 Jahren werden wir es nicht mehr sein. Jedenfalls, soweit wir über Erdgas sprechen. Wir würden natürlich trotzdem weiterhin gerne zur Wärmeversorgung einen wichtigen Beitrag leisten, allerdings in klimaneutraler Weise. Daran arbeiten wir. Damit steht uns aber auch die größte Transformation unseres Unternehmens seit Bestehen bevor.

Zu meiner Person: Ich bin jetzt seit sechseinhalb Jahren kaufmännischer Vorstand hier bei den Stadtwerken, also zuständig für den gesamten kaufmännischen Bereich einschließlich des Vertriebs. Davor habe ich auch schon eine Geschichte in der Stadt Essen. Ich war vorher fast acht Jahre Kämmerer dieser Stadt und insofern fühle ich mich Essen besonders verbunden. Selbstverständlich wohnen wir als Familie hier, meine Kinder gehen hier in die Grundschule.

Frage 6: Unsere Oberligamannschaft ist als Tabellenneunter in die Winterpause gegangen. Was sagen Sie zu dem bisherigen sportlichen Verlauf der Saison und wo sehen Sie das Team am Saisonende?

Lars Martin Klieve: Ich weiß nicht, ob ich jetzt sagen sollte, dass man bisher etwas hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist. Die letzte Saison war schließlich sehr ermutigend, vielleicht sogar überraschend erfreulich, weil man wahrscheinlich gar nicht so hochfliegende Pläne hatte. Der ETB kommt ja aus einer großen Umbruchssituation. Aber ich finde, man hat sehr schnell – ich habe ja gerade von dem sehr guten Umfeld gesprochen, wo man sich wirklich tolle Strukturen gegeben hat und sehr gute Personen gefunden hat, um die Arbeit zu unterfüttern – ein Segment gefunden, das sehr erfolgsversprechend erscheint für mich. Nämlich junge Leute an den Uhlenkrug zu holen und dort weiterzuentwickeln, damit sie den nächsten Schritt machen können. Dafür ist Essen ja auch eine sehr gute Adresse – das gilt im Übrigen auch für Rot-Weiss Essen, die auch gute Voraussetzungen mitbringen, um junge talentierte Spieler nach vorne zu bringen. Der ETB kann da wirklich eine Lücke schließen kann. Es kommen ja jedes Jahr viele junge Leute aus den Junioren-Bundesligen auf den Markt, von denen nur die allerwenigsten den Sprung schnell in den Profi-Fußball schaffen. Und wenn es nicht ganz für den Profi-Fußball reicht, dann ist die Oberliga ein toller Zwischenschritt. Und vielleicht gehen diese jungen Leute dann ja auch den nächsten Schritt noch mit dem ETB in die Regionalliga. Das wäre doch eine tolle Sache. Ob das für diese Saison schon realistisch ist, will ich mal mit einem großen Fragezeichen versehen. An der Tabellenspitze hat sich ja schon jemand etabliert, wo es jetzt sehr schwer werden wird, daran noch vorbeizukommen. Nicht nur wegen des großen Rückstands. Aber es kommt auch eine neue Saison und es wäre jedenfalls schön, wenn man das Feld dafür bereitet, vielleicht im nächsten Jahr ganz oben mitzuspielen.

Frage 7: Möchten Sie abschließend noch etwas sagen?

Lars Martin Klieve: Ich finde es ganz ausgezeichnet, dass nach dem Umbau des Uhlenkrugstadions auch wieder die Jugendmannschaften dort versammelt sein werden. Man spielt ja mit den Nachwuchsteams seit Jahren „Am Krausen Bäumchen“. Ich finde es toll, dass man den Verein wieder zusammenführt, zumal der Uhlenkrug ja auch nicht irgendeine Adresse ist, sondern sehr traditionsreich. Man hat jetzt eine Lösung gefunden, die es zulässt, dass die Stadt Essen das mitgehen kann und schafft nun die Voraussetzungen dafür, dass alle ETBler dort wieder ihre Heimat finden und der Verein nochmal enger zusammenrückt. Das ist ein großer Schritt, den ich sehr begrüße.

Ansonsten kann ich nur nochmal betonen, dass die Zusammenarbeit mit dem ETB absolut tadellos ist. Ich würde mir wünschen, dass die Zeit es hergibt, dass ich auch das eine oder andere Spiel am Uhlenkrug besuchen kann. Wenn das dann ein Spieltag ist, wo vorher die Jugend spielt, wäre das für mich natürlich besonders erfreulich, denn ich bin ein Freund des Jugendfußballs.

Wir danken Ihnen herzlich für das Gespräch und Ihre Zeit, Herr Klieve!

Bildunterschrift: Carsten Zimmermann (links), Lars Martin Klieve.

Präsentiert von der Stadtwerke Essen AG